Vermarktung von Sport-Websites ohne Akquise von Werbepartnern

Wir stellen euch hier geeignete Online-Werbeprogramme vor, mit denen ihr Einnahmen für eure Sport-Website erzielen könnt.
Vermarktung von Sport-Websites ohne Akquise
Kann man Einnahmen über eine Sport-Website verdienen?

Aktuell beschäftige ich mich recht intensiv mit der Monetarisierung von Sport-Websites. Hierbei steht allerdings nicht die aktive Eigenvermarktung im Vordergrund, sondern wie man Einnahmen erzielen kann ohne Klinken putzen zu müssen.

Ein erstes Experiment mit der Website www.ssv-news.de hat mir gezeigt, dass es durchaus möglich ist für einen Verein nennenswerte Einnahmen zu generieren. Daher möchte ich mein Wissen hier nun auch anderen Vereinen oder Betreibern von Sport-Websites zur Verfügung stellen, denn ich weiß ihr habt das Geld nötig ;-).

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Online-Werbeprogrammen, die man gut auf Sport-Websites einsetzen kann. Im weiteren Verlauf stelle ich euch einige dieser Programme vor und gehe dabei auf die Zahlungsmodelle und Einsatzmöglichkeiten ein.

Online-Werbeprogramme für Sport-Websites

Ich habe mir einmal Gedanken darüber gemacht wie welches Werbeprogramm auf welcher Sport-Website erfolgreich eingesetzt werden kann. Dazu werde ich im Folgenden nun ausgewählte Programme vorstellen und ihre Tauglichkeit beim Einsatz auf einer Sport-Website diskutieren.

Anschlusstor

Anschlusstor ist ein Werbeflächenvermarkter, der sich auf Vereine spezialisiert hat. Im Vereins-Netzwerk von Anschlusstor sind viele Vereins-Websites zusammen geschlossen. Das Unternehmen kümmert sich zentral um den Verkauf der Werbeflächen und liefert die Werbung dann über die angeschlossenen Vereins-Websites aus. Hierfür wird der Verein dann finanziell entschädigt.

Abrechnung Anschlusstor

Anschlusstor bietet als einer von wenigen Anbietern ein Abrechnungsmodell nach Werbeeinblendungen an. Pro 10.000 Werbeeinblendungen wird etwa 1,00€ bezahlt.

Bewertung Anschlusstor

Der Vorteil bei Anschlusstor ist, dass die Anzahl der Werbeeinblendungen die Höhe der Werbeeinnahmen bestimmt. Anders wie bei Affiliate-Programmen (darauf gehe ich später ein) hat die thematische Ausrichtung eine eher untergeordnete Rolle, solange es sich um eine Vereins-Website handelt. Allerdings eignet sich der Einsatz des Anschlusstor-Werbeprogramms eher für Seiten mit vielen Seitenaufrufen. Kleine Vereins-Websites mit wenigen Seitenaufrufen werden nur geringe Einnahmen erzielen können. Die Verdienstmöglichkeiten kann sich aber jeder vorab selbst ausrechnen.

Google Adsense

Google Adsense ist wohl eines der am meisten verbreiteten Werbe-Programme im Internet. Der Umgang mit Adsense ist denkbar einfach. Anmelden, Werbeanzeige erstellen, Anzeigen per HTML-Code auf die eigene Seite einbauen, fertig.

Abrechnung Google Adsense

Die Abrechnung der Anzeige erfolgt nach Klick. Sobald also ein User auf eine Anzeige klickt bekommt der Website-Betreiber Geld dafür. Der Preis pro Klick ist bei AdSense davon abhängig wie viel ein Werbetreibender bereit ist für einen Klick zu bezahlen.

Bewertung Google Adsense

Ich selbst mag Adsense wegen der einfachen und flexiblen Handhabung und der Tatsache, dass sich zumindest bei den Textanzeigen der Anzeigeninhalt automatisch an den Text anpasst. Daher ist die Klickrate im Gegensatz zu anderen Werbeanzeigen immer sehr ordentlich. Der pro Klick bezahlte Preis ist un der Regel sehr anständig und wenn geklickt wird, dann kann man ganz nette Einnahmen generieren. Wird aber nicht geklickt, dann macht man quasi kostenlos Werbung, denn die Werbung wird ja eingeblendet und hat dadurch eigentlich ja schon einen Wert an sich.

Google Adsense ist ideal für Website-Betreiber, die keine Zeit oder Lust haben sich um die Eigenvermarktung zu kümmern. Wenn man die Werbung allerdings schlecht einbindet oder kaum Besucher auf der Seite hat wird wenig geklickt und man kann demnach auch nur geringe Einnahmen erzielen.

ebay-Partnerprogramm

Auch ebay hat ein Partnerprogramm, welches sich insbesondere auf News-Portalen oder Fan-Foren recht gut eignet. Mit dem ebay Partnerprogramm kann man sich bestimmte Produktkategorien (z.B. Fanartikel, Tickets, etc.) auswählen und sich ganz individuell entsprechende Banner erstellen lassen. So ist es zum Beispiel möglich in einem Fan-Forum oder einem Fan-Blog passende Werbung für seine Leser einblenden zu lassen. Auf einer Website mit dem Thema „FC Bayern München“ könnte man seinen Lesern somit zum FC Bayern München passende Produkte anbieten.

Abrechnung ebay-Partnerprogramm

Wie bei Adsense erfolgt die Abrechnung bei ebay ebenfalls per Klick und der Klickpreis liegt bei 0,01 – 1,00€. ebay berechnet die Klickvergütung anhand eines eigenen Qualitätsfaktors. Dieser hängt davon ab, ob die gelieferten Klicks zu Geboten bzw. Verkäufen auf ebay führen. Bei ebay handelt es sich damit um eine Zwitter-Lösung zwischen Vergütung nach Klick und Vergütung nach Verkauf.

Bewertung ebay Partnerprogramm

Ich selbst habe das ebay-Partnerprogramm schon auf verschiedenen Seiten getestet, mich dann aber fast immer für Adsense entschieden. ebay kann in den meisten Fällen einfach nicht mit dem Klickpreis von Adsense mithalten. Letztendlich kommt es aber sicherlich auf den Inhalt der Seite an welches Programm besser funktioniert. Der Einsatz dieses Partnerprogrammes dürfte insbesondere für Nachrichten- oder Fanseiten interessant sein, da sich die Zielgruppe themenbedingt sehr gut eingrenzen lässt.

Amazon-Partnerprogramm

Was die Funktionalität und Flexibilität angeht ist das Amazon-Partnerprogramm mein absoluter Favorit unter den Partnerprogrammen. Man kann unter einer riesigen Anzahl unterschiedlicher Werbeformaten das für die eigene Website passende auswählen. Außerdem ist es möglich ganz gezielt einzelne Produkte (z.B. Bücher, Bekleidung, etc.) zu bewerben. Wie auch bei ebay hätte man also auch hier die Möglichkeit einzelne Fanartikel anzubieten.

Abrechnung Amazon-Partnerprogramm

Beim Amazon-Partnerprogramm wird nach Verkauf abgerechnet. Pro erfolgreich vermittelten Verkauf erhält man zwischen fünf und zehn Prozent Provision. Allerdings wird nach den aktuellen Teilnahmebedingungen (Stand 02.03.2012) nur eine Provision ausbezahlt, wenn ein Nutzer durch einen Klick auf das eingebundene Werbemittel zu zu Amazon gelangt und dann innerhalb von 24 Stunden kauft, oder sich ein Produkt in den Warenkorb legt und dann innerhalb von 89 Tagen den Warenkorb bezahlt.

Bewertung Amazon Partnerprogramm

Das Amazon-Partnerprogramm ist von seiner Funktionalität her wohl das beste Partnerprogramm auf dem Markt und man kann damit durchaus ganz nette Provisionen erzielen. Das funktioniert aber nur, wenn man die Werbung in einem themenrelevanten Zusammenhang präsentiert. Es dürfte also keinen Sinn machen ein Trikot von Borussia Dortmund auf einer Fan-Seite von Schalke zu platzieren ;-).

sonstige Partnerprogramme

Neben den genannten Partnerprogrammen finden sich im Internet noch unzählige weitere Partnerprogramme zu den unterschiedlichsten Themen. Allerdings gibt es praktisch keine Programme, die nach Werbeeinblendungen bezahlen und sehr wenige Programme, die nach Klick vergüten. Die meisten Programme zahlen Provisionen nur bei einem erfolgreich vermittelten Verkauf.  Die Vergütung kann je nach Programm aber sehr attraktiv sein.

Wer jetzt aber glaubt sich einfach bei den Partnerprogrammen anzumelden, die Werbung auf die Seite zu knallen und dann damit den großen Reibach zu machen, der hat sich gewaltig geschnitten. Affiliate-Werbung funktioniert meiner Erfahrung nach nur, wenn die eingespielte Werbung auch sehr gut zum Inhalt der Website passt. Man muss kein großes Genie sein um zu erkennen, dass auf einer Borussia Dortmund Fanseite wohl nicht jedes X-beliebige Partnerprogramm funktionieren wird und man stattdessen Dinge bewirbt, die in einem Zusammenhang zum BVB stehen (z.B. Fanartikel, Trikots, Bücher, Tickets, etc.). Wer Partnerprogramme anhand der Provisionshöhe auswählt wird in 99% der Fälle scheitern. Vielmehr sollte man sich bemühen tematisch relevante Partnerprogramme auszuwählen. Dies kann im Bereich Sport aktuell eine recht hohe Hürde sein.

Am einfachsten findet man themenrelevante Partnerprogramme über www.100partnerprogramme.de oder über die Partnerprogramm-Suchmaschine affulu.de

Zukunftsperspektive: Verkauf von Links

Als sehr lukrative Einnahmequelle für die Zukunft könnte sich der Verkauf von themenrelevanten Links entwickeln. In letzter Zeit habe ich vermehrt Anfragen von Agenturen oder Website-Betreibern registriert, die Links „mieten“ möchten. Der Einkauf von Links dient der Website, auf die verlinkt wird meistens dazu eine bessere Positionierung in den Suchmaschinen zu bekommen. Hierbei wird der Webmaster einer Website darum gebeten einen Link von der eigenen Seite auf eine fremde Seite zu setzen. Im Gegenzug dazu erhält er eine Vergütung.

Abrechnung Linkkauf

Da der Einkauf von Links meistens langfristig angelegt ist werden die gekauften Links oft jahresweise abgerechnet. Sprich: Man einigt sich mit dem Link-Einkäufer auf einen festen Preis und stellt diesen dann in Rechnung. Bei einer guten Sport-Website können damit locker vierstellige Beträge zusammen kommen.

Bewertung Linkkauf

Der Verkauf von Links ist die wohl einfachste Form Geld mit einer Sport-Website zu verdienen, denn ein Link ist schnell gesetzt. Um für Linkeinkäufer allerdings interessant zu sein braucht man eine inhaltlich qualitativ hochwertige und möglichst themenrelevante Website. Aber Achtung! Der wahllose Verkauf von Links und Verstöße gegen die die Richtlinien der Suchmaschinenanbieter kann schlimme Folgen für die eigene Website haben. Einen interessanten Beitrag dazu könnt ihr unter http://bit.ly/Ahqp4H nachlesen.

Fazit Vermarktung von Sport-Websites

Wer die User auf seiner Website kennt und sich bei der Auswahl der Werbemöglichkeiten geschickt anstellt, der wird ganz sicher Zusatzeinnahmen über eine Sport-Website generieren. Letztendlich hängt das Vermarktungspotential aber fast immer davon ab wie stark die Seite frequentiert wird. Daher ist die Qualität der Seite der alles entscheidende Faktor.

An dieser Stelle schließt sich nun natürlich die Frage nach dem Erlöspotential an. Wie es darum bestellt ist könnt ihr in meinem Beitrag Monetarisierung einer Vereins-Website im Fußball nachlesen.

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