Partnerprogramm-Sponsoring: Wie Vereine Einnahmen über Ihre Homepage generieren können
Vor einiger Zeit berichtete ich in meinem Blog-Beitrag „Geld verdienen mit einer Sport-Website“ wie wir es, unter anderem durch die Unterstützung der Mitglieder und Fans eines Vereins, geschafft haben über die Vereins-Website einen mittleren vierstelligen Betrag zu erwirtschaften. Hierbei setzten wir unter anderem sogenannte Partner-Programme ein mit denen Website-Betreiber Provisionen durch verkaufte Produkte der Werbepartner verdienen können. Den Einsatz solcher Programme zu Sponsoring-Zwecken habe ich „Partnerprogramm-Sponsoring“ getauft und möchte dieses spezielle Thema in diesem Beitrag weiter vertiefen.
Was ist Partnerprogramm-Sponsoring?
Beim Partnerprogramm-Sponsoring nutzt man kostenlose Affiliate- oder Partnerprogramme in Kombination mit dem Fanpotential eines Vereins um über das Internet Geld zu verdienen. Man integriert dabei auf der entsprechenden Website Werbebanner von Unternehmen, die an solchen Programmen teilnehmen und wird im Gegenzug am Verkaufserfolg beteiligt.
Anschließend nutzt man verfügbare Online- oder Offline-Kommunikationskanäle um Mitglieder und Fans darüber zu informieren, dass es möglich ist den Verein indirekt zu “sponsern” wenn man als User bei bestimmten Unternehmen einkauft. Der Klick auf einen bestimmten Banner in Kombination mit einem anschließenden Einkauf führt nämlich dazu, dass eine Provision an den Website-Betreiber (Verein) ausgeschüttet wird. Somit unterstützt man mit jedem Online-Einkauf den entsprechenden Verein finanziell ohne dafür selbst in die Tasche greifen zu müssen. In der Regel sollte dies im Interesse eines jeden Fans, Mitglieds oder Sponsors sein, weshalb das Partnerprogramm-Sponsoring auch relativ gut funktioniert.
Dreiecksbeziehung beim Partnerprogramm-Sponsoring
Beim Partnerprogramm-Sponsoring entsteht eine Dreiecksbeziehung zwischen Website-Betreiber (Verein), Mitgliedern/Fans und dem Partnerprogramm-Unternehmen. Hiervon profitieren letztendlich alle Beteiligten Parteien ohne dafür im Vorfeld ein hohes Risiko in Kauf nehmen zu müssen.
Homepage-Betreiber (Verein)
- geht in Vorleistung und stellt kostenlos Werbeflächen zur Verfügung
- kümmert sich um die Bewerbung des Partnerprogramms
- animiert Mitgliedern und Fans zum Kauf von Produkten bei bestimmten Unternehmen
- erhält Provision bei erfolgreichem Abschluss
Partnerprogramm-Unternehmen
- muss keine Werbeflächen „einkaufen“
- muss keine flankierenden Marketingmaßnahmen starten
- hat die Chance auf neue Kunden und Abverkäufe
- zahlt nur bei erfolgreich verlaufenen Geschäften
Mitglied/Fan
- unterstützt den Website-Betreiber (Verein) finanziell durch Online-Shopping
- hat keinen finanziellen Nachteil gegenüber einem „normalen“ Online-Einkauf
- trägt zum wirtschaftlichen Erfolg des Vereins bei
Welche Produkte und Dienstleistungen eignen sich für das Partnerprogramm-Sponsoring?
Nicht jedes Produkt oder jede Dienstleistung eignet sich gleichermaßen gut für das Partnerprogramm-Sponsoring. Daher sollte man den Schwerpunkt beim Partnerprogramm-Sponsoring auf Produkte und Dienstleistungen legen, die von jedermann in regelmäßigen Abständen benötigt und online gekauft werden können.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass insbesondere Elektronikartikel, Bücher, CD‘s, DVD‘s, Spielzeug und digitale Produkte, wie etwa MP3-Dateien gut geeignet sind. Aber auch Reisen sind interessant wenn man bedenkt, dass jedes Jahr rund 2/3 der Bundesbürger mindestens einmal verreisen. Zudem fällt die Provision für eine gebuchte Reise deutlich höher aus, da eine Reise in der Regel teurer ist als ein Buch oder eine CD. Selbst bei einer sehr geringen prozentualen Beteiligung können hier stattliche Beträge zustande kommen.
Was kann man mit Partnerprogramm-Sponsoring verdienen?
Pauschal kann man auf diese Frage keine Antwort geben, da dies von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängt. Folgende Punkte sind dabei besonders entscheidend:
- Engagement des Website-Betreibers
- Qualität der Sport-Website
- Anzahl der Besucher auf der Website
- Kommunikationsmöglichkeiten des Website-Betreibers
- Engagement und emotionale Bindung von Mitgliedern oder Fans
- Qualität der Website des Partnerprogramms
- Produkte oder Dienstleistungen des Partnerprogramms
- Preis der verkauften Produkte und Dienstleistungen
- Zahlungsbereitschaft des Partner-Unternehmens
Zwar lassen sich Anfangs nur geringe Geldbeträge generieren, wenn man es allerdings schafft dieses Sponsoring-Modell bekannt zu machen steigen die Einnahmen kontinuierlich an. Das Partnerprogramm-Sponsoring hat auch noch einen weiteren Vorteil wenn es sich etabliert hat: Es bringt konstante Einnahmen.
Ziel: Mitglieder und Fans durch Online-Shopping indirekt zu Sponsoren machen
Mitglieder und Fans sind grundsätzliche immer gerne bereit „ihren“ Verein zu unterstützen. Ganz besonders dann wenn man nicht viel dabei tun muss
.
Es geht nun darum so viele Internetuser wie möglich zum „indirekten“ Sponsor zu machen. Je mehr Personen mitmachen, desto höher die Einnahmen. Dazu muss das Partnerprogramm-Sponsoring aber beworben werden. Diese Bewerbung kann sowohl offline (Mitgliedermailings, Flyer, direkte Ansprach, etc.) oder online (Online-Banner, E-Mailings, redaktionelle Beiträge, Social Media, usw.) erfolgen.
Fazit Partnerprogramm-Sponsoring
Partnerprogramm-Sponsoring ist für Vereine ein sehr einfacher Weg Geld mit einer Website zu verdienen. Allerdings setzt dies auch ein entsprechendes Engagement das Website-Betreibers und eine Einbindung von Fans, Mitgliedern und Sponsoren voraus. Sicherlich kann man anfangs keine großen Einnahmen erwarten. Sobald man diese Sponsoring-Form bei Fans, Mitgliedern und Sponsoren etabliert hat kann man daraus aber eine kontinuierliche Einnahmequelle machen.
P.S.: Wenn ihr Fragen oder Anregungen zu diesem Blog-Beitrag habt, dann nutzt gerne auch die Kommentar-Funktion! Solltet ihr mer Infos zum Thema benötigen empfehle ich euch einen Blick in die einschlägige Literatur zum Thema Affiliate-Marketing:
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Sehr geehrter Herr Will, ich bin begeistert von Ihren Ideen. Ich bin auch gerade dabei, unseren kleinen Sportverein mit einem neuen Konzept mehr Gelder zu verschaffen. Dabei hat mir Ihre Seite sehr geholfen.
Den einzigen Kritikpunkt möchte ich an dieser Stelle ansetzen. Ich finde, dass man mit Affilate Marketing mit Sicherheit sehr viel und dazu auch noch mit relativ wenig Aufwand die Vereinskasse aufbessern kann. Aber wenn ich als Beispiel Bücher über Amazon auf meiner Website bewerbe, werde ich es schwer haben, den örtlichen Buchhändler für meinen Verein zu begeistern. Ihre Meinung dazu würde mich sehr interessieren.
Ich stehe eher auf dem Standpunkt, dass man gerade bei kleinen Vereinen auf die ansässigen Handwerker, Händler usw. setzen sollte.
Gerne würde ich Ihnen mein Konzept vorstellen, vielleicht können Sie mir ja noch ein paar Tipps geben. Der Einfachheit halber, habe ich Ihnen auf Xing eine Kontaktanfrage gestellt. Herzliche Grüße
Rolf Sprenger
Hallo Rolf (ich hab mir vorgenommen im Blog beim “Du” zu bleiben wenn das ok ist),
erst mal vielen Dank für den Kommentar und ich hoffe Du findest hier in Zukunft noch viele Tipps und Anregungen. Ich werd mir Mühe geben
.
Um Affiliate-Marketing für Vereine nutzen zu können müssen natürlich die Mitglieder und Fans des Vereins mitspielen. Auch wenn anfangs nicht so viel dabei rum kommt ist es nach einer Zeit doch ein ganz nettes Mittel um ein paar Euros nebenher zu verdienen. Und je besser man andere zum Mitmachen bewegen kann, desto besser.
Deine Kritik ist natürlich absolut berechtigt. Der regionale Buchhändler wird natürlich kein Verständnis dafür haben, dass er als Sponsor einsteigen soll und gleichzeitig online Amazon beworben wird. Ich möchte aber mal ganz frech behaupten: Bei dieser Betrachtungsweise ist das Glas halb leer. Man kann das Ganze aber auch von einer ganz anderen Seite betrachten: Durch den Sportverein bekommt der regionale Buchhändler die Chance sich gegenüber dem Riesen Amazon zu behaupten